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Wer wir sind
sociodimensions, Institute for Socio-cultural Research,
erforscht die vielfältigen Dimensionen des Alltagsbewusstseins und Alltagshandelns sowie damit zusammenhängende Veränderungsprozesse. Schwerpunkt ist die sozialwissenschaftliche nachhaltigkeitsbezogene Konsum- und Lebensstilforschung. Hierzu führt das Institut eigene qualitative und quantitative / repräsentative empirische Untersuchungen sowie themenbezogene Literaturrecherchen und Back-Data-Analysen durch.
Das Institut hat einen eigenen Ansatz zur Identifikation und Beschreibung sozialer Milieus entwickelt, der in der sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung vielfach angewandt wird – so unter anderem in den Umweltbewusstseinsstudien des Bundesumweltministeriums und Umweltbundesamtes von 2014, 2016, 2018, 2024 und 2026, in deren Jugendstudien von 2017, 2019 und 2021 oder in Projekten wie „Ressourcenleichte Gesellschaft“ und „Trendradar“.
sociodimensions
wurde 2009 von Michael Schipperges (Heidelberg), Isabel de Magalhaes (Sao Paulo, Heidelberg) und Agnieszka Krason (Paris, Warzawa) gegründet und wird derzeit von Michael Schipperges geführt. Er ist Diplom-Politologe und Master of Arts in International Affairs (M.A.I.A.)
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Aktuelle
Projekte
Umweltbewusstsein und Umweltverhalten in Deutschland 2026
Repräsentative Befragung und vertiefende Analysen
2026 ist erneut eine umfassende Studie zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten in Deutschland geplant. Seit 1996 werden derartige Studien im zweijährigen Rhythmus im Auftrag des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums durchgeführt. Ziel ist es, mittels einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung die in der Gesellschaft und hier in verschiedenen Bevölkerungsgruppen vorhandenen Einstellungs- und Handlungsmuster sowie die Erwartungen an Umweltpolitik zu identifizieren. Das Projekt wird vom IÖW geleitet; sociodimensions ist für differenzierende Analysen nach unterschiedlichen sozialen Milieus und Einstellungstypen verantwortlich. Ergebnisse werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorliegen.
Auftraggeber: Umweltbundesamt (UBA) und Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Partner:
IÖW – Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (Projektleitung)
Umweltbewusstsein und Umweltverhalten in Deutschland 2024
Repräsentative Befragung und vertiefende Analysen
Die Studie zum Umweltbewusstsein im Jahr 2024 zeigt, dass der Schutz von Umwelt und Klima für die Mehrheit der Menschen in Deutschland weiterhin einen hohen Stellenwert hat. Allerdings nimmt die Bedeutung dieses Themas ab. Mit Blick auf die Folgen des Klimawandels ist weniger Zuversicht zu verzeichnen. Für die Studie wurden im Herbst 2024 rund 2.500 Personen im Rahmen einer repräsentativen Umfrage befragt. Die Leitung des Gesamtprojekts lag beim IÖW; sociodimensions führte segmentierenden Analysen durch, in denen verschiedene Umwelteinstellungstypen ermittelt und das Modell sozialer Milieus als Hintergrund für ein ganzheitliches Verständnis von Umweltbewusstsein aktualisiert wurde.
Auftraggeber: Umweltbundesamt (UBA) und Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Partner:
IÖW – Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (Projektleitung)
Umweltpolitik im Dialog – Umwelt / Populismus / Demokratie
DasProjekt entwickelte Ansprache- und Beteiligungsformate, um auch diejenigen Bürger*innen zu erreichen, die Umweltschutz und Nachhaltigkeit gegenüber (eher) distanziert oder ablehnend eingestellt sind. Damit will es dazu beitragen, den aktuellen Herausforderungen des Populismus zu begegnen.
Unter der Federführung von sociodimensions wurden die wissenschaftlichen Grundlagen dafür erarbeitet: Durch empirische Sekundärdatenanalysen und Literaturrecherchen wurden sechs ‚Sozialfiguren‘ identifiziert, die gegenüber Umwelt- und Klimapolitik skeptisch eingestellt sind. Darauf aufbauend wurden innovative An-
sprache- und Dialogformate entwickelt und in der Praxis erprobt.
Umweltbundesamt
adelphi research, FU Berlin, nexus Insitut, ConPolicy
Soziale Frage Klimawandel
Klimaanpassung ist eine sozialpolitische Gestaltungsaufgabe
Häufigere Extremwetterereignisse und ansteigende Durchschnittstemperaturen machen die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland zunehmend greifbar. Selbst bei einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad, wie sie das Pariser Klimaabkommen vorsieht, werden sie an Intensität und Häufigkeit noch weiter zunehmen. Egal ob Hitzewellen oder Starkregen, der Klimawandel ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass umfassende Anpassungsmaßnahmen notwendig sind.
Auftraggeber:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Julia Teebken
Analyse der sozialen Dimensionen von Klimawandelfolgen und Entwicklung entsprechend differenzierter Politikinstrumente
Aktuelle und künftige Klimawandelfolgen betreffen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in unterschiedlichem Ausmaß. In diesem Forschungsvorhaben wird untersucht, welche Gruppen unverhältnismäßig stark von Klimawandelfolgen betroffen sind und welche Implikationen dies für den bestehenden Policy-Mix der Anpassungspolitik hat. Dabei geht es insbesondere darum, sozial benachteiligte Milieus besser zu adressieren und diese an der Maßnahmenentwicklung zu beteiligen.
Umweltbundesamt
FU Berlin, IFOK, Helmholtz Zentrum München
Weitere Projekte, Vorträge, Veröffentlichungen und Studien,
an denen sociodimensions / Michael Schipperges beteiligt ist oder war:
Effekte der Digitalisierung auf die Gesellschaft und den Schutz der biologischen Vielfalt
Vor dem Hintergrund zunehmender sozialer Spannungen und politischer Polarisierung untersucht das Forschungsprojekt mit einem interdisziplinären Team die komplexen Zusammenhänge und Wirkungsrichtungen zwischen sozialen Friktionen, Digitalisierungsprozessen und Naturschutz. Nach einer Literaturanalyse und drei qualitativen Fallstudien sollen daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um Naturschutzbelange politisch und zivilgesellschaftlich zu stärken.
Bundesamt für Naturschutz
IÖW, holzhauerei, Prof. Dr. Stefan Heiland
Soziale Frage Klimawandel
Klimaanpassung ist eine sozialpolitische Gestaltungsaufgabe Studie „Soziale Frage Klimawandel“ thematisiert die sozialen Risiken des Klimawandels für Deutschland Häufigere Extremwetterereignisse und ansteigende Durchschnittstemperaturen machen die Auswirkungen des...
Einstellungen gegenüber einer Neuaufteilung öffentlicher Räume zulasten des Autoverkehrs
Repräsentative Befragung im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Projekt der Forschungsgruppe "Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung" am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) Diskussionspapier zu den typologischen und...
Wie entwickelt sich die Gesellschaft nach der Corona-Krise?
Michael Schipperges, sociodimensions – Institute for Socio-cultural ResearchHeidelberg, 22. Mai 2020 Drei Szenarien „Die Corona-Krise wird unsere Welt dauerhaft verändern“. In dieser Einschätzung sind sich Beobachter*innen und Kommentator*innen weitgehend einig. Auch...
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Soziale
Milieus
Soziale Milieus fassen Gruppen von Menschen zusammen, die ähnliche Werthaltungen, Mentalitäten und Prinzipien der Lebensführung haben. Sie beschreiben anschaulich die verschiedenen Lebenswelten und Alltagskulturen einer Gesellschaft. Wertorientierungen und Lebensstile, ebenso wie sozio-ökonomische Verhältnisse und generationsspezifische Erfahrungen sind zentrale Elemente der Lebenswelt, in der Menschen ihre alltägliche Umwelt sinnhaft deuten und demgemäß in ihr handeln.



